Bereits länger angekündigt und diskutiert wollen wir auch bei C-STAB  dem gesellschaftlichen Trend entsprechen und deutlich Signale für professionell verantwortliche und klar definierte Beratung geben. In Deutschland gibt es dafür Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Beratung (DGfB), die durch ihre Mitgliedsverbände umgesetzt werden.

Wir erwarten, dass jede Beraterin und jeder Berater zertifiziertes/akkreditiertes Mitglied in einem DGfB Mitgliedsverband ist, um damit den Mindeststandard an Ausbildung und Qualität öffentlich zu dokumentieren. Diese Forderung wirft viele Fragen auf, die wir im Folgenden versuchen zu beantworten:

 

Warum ist das wichtig?

Die Mindeststandards der DGfB sind anerkannter Nachweis einer soliden Aus- und Weiterbildung. Ferner liefern die Mitgliedsverbände der DGfB ein Beschwerdemanagement an, das C-STAB aufgrund seiner Netzwerkstruktur nicht leisten kann und auch nicht leisten will. Verantwortung heißt aber auch, eine Stelle zu benennen, gegenüber der man sich als Beraterin oder Berater verantwortlich weiß und die im Konfliktfall angerufen werden kann.

Wo kann ich Mitglied werden?

Die meisten Mitgliedsverbände der DGfB koppeln ihre Zertifizierung an eigene Ausbildungen.  Lediglich ACC und BVPPT sehen eine Überprüfung der Standards unabhängig vom Anbieter der Ausbildung vor. Da ACC ein christlicher Verband ist, hat er hier eine klare Präferenz (neben anderen Gründen).

Wer eine ACC zertifizierte Ausbildung durchlaufen hat, braucht nicht einmal die Einzelfallprüfung, sondern kann die Akkreditierung auf Antrag erhalten, denn die Ausbildung ist ja bereits durch den Evaluierungsprozess gelaufen. Selbst, wenn die Ausbildung nicht von ACC anerkannt war, ist aber eine Akkreditierung auf Basis der Einzelfallprüfung möglich (allerdings muss das gut dokumentiert werden).

Wie teuer ist eine Akkreditierung bei ACC?

Der Mitgliedsbeitrag akkreditierter ACC Berater beträgt z.Zt. 180,00 EUR pro Jahr. Das ist ein marktüblicher Preis – für viele christliche Beraterinnen und Berater aber noch zu hoch. ACC würde ihn gerne senken. Dazu braucht ACC aber schlicht und ergreifend mehr Mitglieder!

Deshalb hat ACC eine einmalige Werbeaktion beschlossen: Mitgliedsanträge, die bis zum 15. Januar 2016 eingehen, erhalten für das erste Mitgliedsjahr einen Sonderpreis von 125,00 EUR (statt 180,00).  Auf der Basis der tatsächlichen Mitglieder wird dann beschlossen, wie die Mitgliedsbeiträge in Zukunft geregelt werden. Sollte die Mitgliederzahl erwartungsgemäß steigen, ist mit einer deutlich Reduktion des Jahresbeitrages zu rechnen. Das Prinzip ist einfach: je mehr Mitglieder ACC hat, desto günstiger die Kosten.

Was habe ich von einer Akkreditierung bei ACC?

Beraterinnen und Berater sind nicht nur nette, sozial engagierte Menschen, sondern müssen auch wirtschaftlich denken. In der Vergangenheit wurde oft angemerkt, dass man nichts von der Akkreditierung habe. Um diesem Eindruck entgegen zu wirken, hat ACC nicht gekleckert, sondern geklotzt. Neben allen Vorteilen einer verbandlichen Vertretung - insbesondere im Dachverband DGfB, welche die Standards für Beratung festlegt! Gibt es auch Vorteile, die bares Geld wert sind.

  • ACC hat einen besonderen Rahmenvertrag für ein Versicherungspaket (auf Wunsch mit optionalen Zusatzleistungen) ausgehandelt, das ungewöhnlich günstig ist. Neben einer Berufshaftpflichtversicherung (bei privaten Haftpflichtversicherungen nicht abgedeckt) schließt das Paket eine Familienversicherung und weitere Leistungen mit ein, die bei anderen Versicherern gar nicht, oder nur sehr teuer zu erhalten sind. Das Basispaket ist dabei kaum teurer als eine typische Privathaftpflichtversicherung, umfasst aber sehr viel mehr Leistungen, zu denen sogar weitere nach Bedarf individuell hinzugebucht werden können.  Der Versicherer hat sich mit ACC Standards auseinander gesetzt und ist der Meinung, dass wer eine gute Ausbildung hat und sich an ethische Richtlinien gebunden weiß, ein überschaubares Risiko in der beruflichen Tätigkeit darstellt. Das ist eine große Anerkennung für die Arbeit von ACC.  Zugleich gilt natürlich, dass auch der Versicherer auf seine Kosten kommen muss.  Auch deshalb ist die Vergrößerung der Mitgliederbasis ein so großes Anliegen.
  • Wer keine eigene Website hat, kann sich über ACC eine einfache Website kostenlos erstellen lassen. Allein dieser Punkt übertrifft bei weitem die jährlichen Kosten, wenn man keine Zeit oder kein Know-How zum "Selberbasteln" hat.
  • ACC steht gerade in Verhandlungen mit C-STAB, dass eine akkreditierte Mitgliedschaft auch eine öffentliche Listung bei C-STAB enthalten soll. Bei momentan gut 1000 Besuchern der Website täglich unverzichtbar - und für die, die bereits gelistet sind, eine Ersparnis von jährlich 10,00 EUR pro Jahr. Wer jetzt noch Cura Animarum abonnieren möchte, kommt bei einem solchen Arrangement auch hier in den Genuss eines Rabattes.
  • Fortbildungsangebote speziell auf christliche Beraterinnen und Berater zugeschnitten sind in Planung und Vorbereitung. Hier wird es Sonderkonditionen für akkreditierte Mitglieder geben. Weitere "Bonbons" sind geplant - aber wir wollen nicht zu viel verraten. 

Dennoch... das Hauptargument ist und bleibt: die  ACC Akkreditierung liefert den Nachweis einer hochwertigen, DGfB konformen Ausbildung und bietet ein gemeinschaftliches, starkes Zeugnis für christlich orientierte Beratung in die Gesellschaft hinein.

Wie steht es um Heilpraktiker für Psychotherapie?

Finanziell betrachtet ist der Hauptbonus der ACC Akkreditierung das Versicherungsangebot.  Gerade Heilpraktiker dürften wissen, wie teuer die Berufshaftpflicht ist...  ACC hat deshalb bei den Verhandlungen zu dem Versicherungspaket sehr umsichtig die Heilpraktiker mit eingeschlossen.  Damit lohnt sich die Akkreditierung auch für Heilpraktiker.

Für C-STAB ist eine Akkreditierung von Heilpraktikern allerdings nicht zwingend erforderlich, denn ihre "Beaufsichtigung" ist gesetzlich geregelt. Die Aufsichtsbehörde für Heilpraktiker (und damit auch Beschwerdestelle) ist das zuständige Gesundheitsamt.

Ich bin schon akkreditiert - brauche ich noch eine Akkreditierung?

Glückwunsch. Wer bereits eine Anerkennung durch eine ACC Mitgliedschaft hat, profitiert bereits von den oben gelisteten Vorteilen. Wer durch einen anderen DGfB Verband zertifiziert ist, kann diesen Aufruf auch ignorieren ... Könnte aber durchaus mal einen Blick auf die ACC Website riskieren. ;-)

ABER ... es gibt (noch) eigene Akkreditierungsverfahren einiger Ausbildungsverbände der ACC. Diese werden von C-STAB nicht unterstützt, weil:

  • es weit sinnvoller ist, Qualität von "außen" bescheinigt zu bekommen, also einem unabhängigen Verband wie ACC.
  • die DGfB eine solche Akkreditierung nicht (aner)kennt.
  • diese Akkreditierungen insgesamt ein Auslaufmodell sein werden (eben um doppelte Akkreditierung mit doppeltem Aufwand zu vermeiden).

Hier lohnt es allemal, von den Sonderaktion Gebrauch zu machen und die ACC Akkreditierung anzustreben.

Was passiert, wenn ich die Anforderungen von ACC nicht erfülle?

Neben der großen "Berater-Ausbildung" gibt es ja auch kleinere und auch andere Ausbildungen - z.B. als "begleitender Seelsorger" oder in geistlicher Begleitung. Bei C-STAB wird es entsprechend möglich sein, als Seelsorger gelistet zu  bleiben, nicht aber als "Berater" (weil dies eben einer speziellen Qualifikation entspricht). Es soll also niemand aus C-STAB gestrichen, weil er keine Akkreditierung / Zertifizierung hat. Die Einordnung wird sich ändern.

Bei ACC wird darüber hinaus intensiv darüber nachgedacht, auch eine "kleine Mitgliedschaft" zu ermöglichen. Darüber wird ACC dann sicher berichten. Es lohnt in jedem Fall, sich auf dem Laufenden zu halten.

Gibt es Übergangsfristen?

Ja. 

Dieser Artikel soll zunächst einmal einen Überblick ermöglichen und Beraterinnen und Berater einladen, über eine ACC Akkreditierung nachzudenken und das Sonderangebot zu nutzen.

Der weitere Plan für Phase 3 der Weiterentwicklung von C-STAB sieht wie folgt aus:

  • Spätestens Anfang 2016 wird jeder in C-STAB gelistete Berater persönlich angeschrieben und informiert werden, wie der jeweilige Status ist und - falls nötig - zu entsprechenden Schritten ermutigt werden.
  • Der Akkreditierungsprozess sollte innerhalb 2016 abgeschlossen sein.
  • Beraterinnen und Berater, die die Kriterien nicht erfüllen (oder auch nicht wollen) werden ab April 2016 neu zugeordnet werden - entweder im Bereich Psychotherapie (Heilpraktiker für Psychotherapie) oder im Bereich Seelsorge (freie Seelsorgepraxis)

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie neugierig genug sind, sich ausführlich über ACC und die Akkreditierung dort zu informieren.  Bitte besuchen Sie:

www.acc-dachverband.de