Die Adventszeit, die Zeit der Hoffnung hat begonnen.  Alle Jahre wieder erinnern wir uns daran, dass es Hoffnung gibt. Hoffnung für mich, Hoffnung für meinen Nächsten, Hoffnung für diese Welt. Wenn wir uns umsehen, wissen wir, wie nötig die Adventszeit ist... Und doch mag ich all die verkitschten Rührseligkeiten nicht, die uns in dieser Zeit überfluten. Wie lässt sich Adventhoffnung in den Alltag integrieren?  Das ganze Jahre hindurch?

Nun gehöre ich selbst ja einer Freikirche an, die den Advent, die hoffnungsfrohe Erwartung des kommenden Herrn, sogar im Namen trägt. Da lassen sich Antworten erwarten - wenn es denn so einfach wäre... Aufblicken, nach vorne schauen (ohne Geschichtsvergessenheit - gerade die Adventszeit spricht ja von Geschichte), Gutes, ja Erlösung von allem Leid erwarten - das ist weniger eine "Konfession", ein Bekenntnis, als vielmehr eine Lebenshaltung. Es geht dabei nicht um ein Vertrösten, sondern um eine Befähgiung (neudeutsch: Empowerment), das Leben zu leben, zu gestalten - eben weil dieses Leben mit allem Leid, allem Schmerz nicht das Letzte, sondern immer nur das Vorletzte ist. Adventhoffnung heißt ja nichts weiter, als die Ankuft eines zu erwarten, der alles ändern wird. Wen das lähmt, in ein passives Warten auf den Weltuntergang drängt, der hat diese Perspektive mehr als missverstanden - er missbraucht sie für Trägheit und Kulturpessimismus...

Weil wir als Christen Hoffnung haben, macht es Sinn, Dinge anzupacken und zu gestalten, Einfluss zu nehmen in der Gesellschaft ... und als Seelsorger, Therapeuten oder Berater Menschen genau in dieser Weise zu ermutigen.

Ermutigung, Hoffnung vermitteln - genau das ist auch die Zielsetzung dieses Blogs den wir mit dem 1. Advent 2015 starten.   Ein weiterer Beitrag, diese Plattform aktuell und relevant zu halten. Ein Blog - Kurzform für Weblog - ist eine Art Tagebuch im Internet.  Nein, hier kein "persönliches Tagebuch" nach dem Motto "aus dem Leben eines Beraters" (wäre auch spannend), sondern mehr ein kontinuierliches Berichten über das, was rund um C-STAB und die Welt der Seelsorger, Therapeuten, Ärzte und Berater passiert, was ermutigen kann, dankbar macht, hoffnungsfroh nach vorne blicken lässt.  Machen Sie mit. Setzen Sie auch Zeichen der Hoffnung (gerne auch, indem Sie selbst einmal einen Blog-Beitrag verfassen).

Ihr

Andreas Bochmann

 

Ps.: Dieser Blog wird wohl recht unregelmäßig erscheinen ... aber immerhin - ein Anfang ist gemacht!